Der Wetterbericht hatte es nicht anders vorhergesagt - Regen, Regen. Doch seit Niseko war ich nicht mehr an der frischen Luft, daher konnte mich nichts davon abhalten, meinen Wetter auf 5 Uhr 20 zu stellen, um mit dem 6 Uhr 16 Zug Richtung Kobe zu düsen.
5 gut ausgerüstete Wandersleute trafen sich bei Hankyu Ashiya-Gawa, um die Rokko-Mountain Überquerung zu starten. Dominikus hatte 6 Stunden angekündigt, doch wir schafften es in 4,5 Stunden. Spannend an dieser Strecke, zuerst ist es eine kleine Kletterpartie und danach kommt man, sagen wir mal, durch das Wildschweinland. Überall sind Warnschilder, dass man darauf achten soll, die Tiere nicht zu erschrecken - Angriffsgefahr. Die wichtigste Regel, laut reden oder zumindest ein Glöckchen umgehängt haben. Auf halben Weg gingen wir dann an einem Wildschwein vorbei. Dominikus war sehr vernünftig und drängte uns, schnell weiterzugehen - ich konnte dann nur im vorbeigehen noch ein Foto machen, da hat man dann auch nicht viel gesehen. Doch der Blick in die Augen eines wilden Wildschweines... nicht ohne!

Nach 3,5 Stunden, um 10 vor 12 kamen wir pitsche-patsche Nass auf dem Gipfel an. Ich war nicht ganz nass, hatte ich doch einen praktischen Regenschirm dabei, zuerst beschmunzelt, jedoch zum Schluss darum beneidet:

Unser Ziel war der Onsen-Touristen Ort Arima. Berühmt ist Arima für die goldenen und silbernen Quellen. Wir waren in einem Badehaus mit goldenem Onsen, für mich war es schlussendlich einfach eine braune Brühe, doch nach der Wanderung das schönste Bad der Welt!

Augestylt für die IOC Gallery Night gings dann weiter - mit dem Hankyu-Bus wieder zurück nach Osaka/Umeda. Dominikus und seine Freundin Kanako sahen wirklich sehr gegensätzlich aus: der bayrische Junge in der Lederhose und die super schöne Japanerin mit Highheels: